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PPF, PPFD, Effizienz und DLI: Kennzahlen von Pflanzenlampen

 

Ein Datenblatt kann elektrische Watt, PPF, Photoneneffizienz und eine PPFD-Karte nennen. Diese Werte beantworten verschiedene Fragen. PPF zählt die pro Sekunde abgegebenen photosynthetischen Photonen, PPFD die auf einem Quadratmeter Pflanzenbestand eintreffenden Photonen und DLI die Lichtmenge über einen Tag. Ein Spitzenwert in der Kartenmitte ist daher nicht die Gesamtabgabe einer Leuchte.

Stromaufnahme und abgegebene Photonen

Die Aufnahmeleistung in Watt (W) hilft bei Stromkreis und Wärmelast. PPF, der photosynthetische Photonenfluss, zählt Photonen im üblichen PAR-Bereich von 400 bis 700 nm und hat die Einheit µmol/s. Die Photoneneffizienz des Gesamtsystems teilt PPF durch die gemessene elektrische Leistung: µmol/J. Da ein Watt einem Joule pro Sekunde entspricht, ergeben beispielhafte 500 µmol/s bei 200 W genau 2,5 µmol/J. Dies ist ein Rechenbeispiel, keine HLG-Messung.

Strom, Leuchte und Pflanzenbestand als drei getrennte Schritte.
Elektrische Aufnahme, abgegebene und am Bestand ankommende Photonen sind unterschiedliche Größen.

PPFD: Licht am Pflanzenbestand

PPFD bezeichnet die photosynthetische Photonenflussdichte in µmol/m²/s. Der Wert gilt für eine definierte Messfläche, häufig in Höhe des Pflanzenbestands. Eine Karte zeigt mehrere Messpunkte und braucht Angaben zu Fläche, Abstand, Leistung und Bedingungen. Ein hoher PPF garantiert keine gleichmäßige PPFD-Verteilung: Licht kann die Anbaufläche verfehlen oder sich unter der Leuchtenmitte konzentrieren.

DLI: die Beleuchtungsdauer berücksichtigen

DLI, die tägliche Lichtsumme, gibt die über einen Tag an einem Punkt empfangene Photonenmenge in mol/m²/Tag an. Bei konstantem PPFD gilt: DLI = PPFD × Beleuchtungsstunden × 0,0036. Der Faktor rechnet Stunden in Sekunden und Mikromol in Mol um.

Rechenbeispiel: Ein Sensor misst an einem festen Punkt 500 µmol/m²/s während 14 Stunden, ohne Tageslicht oder Änderung der Dimmung. Dort entstehen 500 × 14 × 0,0036 = 25,2 mol/m²/Tag. Ein anderer Punkt mit 300 µmol/m²/s erhält 15,12 mol/m²/Tag. Beides sind hypothetische Werte, keine HLG-Messungen und keine allgemeingültigen Kulturziele.

Wischen Sie seitlich, um alle Einheiten zu sehen.

GrößeEinheitFrage
StromaufnahmeWWie viel Leistung wird aufgenommen?
PPFµmol/sWie viele PAR-Photonen werden abgegeben?
Systemeffizienzµmol/JWie viele Photonen je elektrischem Joule?
PPFDµmol/m²/sWas erreicht diese Bestandsposition?
DLImol/m²/TagWas erreicht sie über den Tag?
Schematische Folge von Beleuchtungsabschnitten über einen Tag.
DLI summiert die Belichtung über die Zeit. Das Schema enthält keinen Kulturmesswert.

Werbeangaben richtig einordnen

Prüfen Sie Modell, Generation, Leistungseinstellung und Messmethode. Vergleichen Sie nicht den Spitzenwert einer Karte mit dem Mittelwert einer anderen oder Karten verschiedener Höhe und Fläche. Farbtemperatur in Kelvin und Lumen orientieren sich am menschlichen Sehen; Spektralkurve und Photonendaten bleiben erforderlich. Der Lichtbedarf variiert mit Art, Phase, Temperatur, CO₂ und Kulturführung. Ein allgemeingültiges PPFD- oder DLI-Ziel gibt es nicht.

Für die Auswahl einer passenden Leuchte hilft der Leitfaden zur HLG Lampenwahl.

Häufige Fragen

Ergibt PPF geteilt durch Fläche den PPFD?

Nur einen idealisierten Mittelwert, falls alle Photonen gleichmäßig auf dieser Fläche landen würden. Streulicht und Randzonen fehlen.

Kann man mit Watt den Verbrauch berechnen?

Ja: kWh = gemessene W × Stunden ÷ 1.000. Konstante 330 W während 12 Stunden bedeuten 3,96 kWh allein für die Beleuchtung.

 
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